Was ist ein MCP? Erklärt am Beispiel Claude & Onepage

KI-Assistenten können Texte schreiben, Fragen beantworten, Ideen liefern. Aber sobald es ans Umsetzen geht, war bisher meist Schluss: Du kopierst die Antwort und trägst sie selbst ins nächste Tool. Genau hier setzt ein MCP an. Es lässt den Assistenten nicht nur reden, sondern direkt in deinen Tools arbeiten.

Was ist ein MCP?

MCP steht für Model Context Protocol. Vereinfacht ist es eine Schnittstelle zwischen einem KI-Assistenten und externen Tools. Sie legt fest, wie beide miteinander kommunizieren, sodass der Assistent die Funktionen eines Tools direkt nutzen kann. Statt für jedes Tool eine eigene Speziallösung zu bauen, genügt diese eine Verbindung.

Für ein konkretes Tool heißt das: Das MCP ist die Schnittstelle zwischen diesem Tool und externen KI-Assistenten und ermöglicht es, Inhalte und Strukturen direkt über die Assistenten zu verwalten.

Vom Antworten zum Erledigen

Der Unterschied zeigt sich im Alltag schnell. Ohne MCP erklärt dir der Assistent, wie etwas geht, den Rest machst du von Hand. Mit MCP führt er die Aufgabe direkt im Tool aus. Er bekommt über die Schnittstelle die passenden Werkzeuge und darf sie, wenn du es erlaubst, eigenständig benutzen.

So sieht eine Verbindung aus: Onepage und Claude

Wie das praktisch aussieht, zeigt das Beispiel Onepage und Claude. Onepage ist eine Website-Plattform, Claude ein KI-Assistent. Über das MCP lassen sich beide verbinden, sodass du komplette Websites direkt aus dem Gespräch mit Claude baust, mit deinem eigenen KI-Abonnement.

Eingerichtet wird das nur einmal. In Claude gehst du in die Einstellungen zu den Konnektoren, suchst dort nach Onepage und verbindest die beiden Konten. Danach fragt Claude einmal nach der Erlaubnis, für Onepage arbeiten zu dürfen.

In den Einstellungen von Claude wird Onepage unter „Konnektoren“ verbunden. Das ist der einmalige Schritt, der die Verbindung herstellt.

Ist die Verbindung aktiv, reicht ein normaler Satz. Du beschreibst im Chat, welche Seite du brauchst, und Claude legt sie direkt in Onepage an. Dadurch kann Claude eigenständig Websites erstellen, bearbeiten und verwalten. Das Vibe Coding kann losgehen.

Ein Prompt genügt: Du beschreibst die gewünschte Seite in normaler Sprache, Claude baut sie in Onepage.

Das Ergebnis landet direkt in Onepage, wo du es direkt im No-Code-Editor weiterbearbeitest. Texte, Farben, Sektionen, alles bleibt anpassbar.

Die fertige Seite in Onepage, entstanden aus dem Prompt und direkt im Editor weiter anpassbar.

Gut zu wissen: Bei der Erstellung über das MCP werden keine Onepage-KI-Credits verbraucht. Stattdessen laufen die Tokens des verbundenen KI-Tools, in diesem Fall dein Claude-Abo.

Tipp: Wie gut das Ergebnis wird, hängt stark vom Prompt ab. Wie du beim Vibe Coding präziser formulierst, zeigt der Onepage-Guide zum Prompten.

Warum das mehr als eine Spielerei ist

Der eigentliche Gewinn ist der Wegfall des Hin und Her. Du arbeitest dort, wo du ohnehin schon bist, im Assistenten, und das Tool erledigt den Rest. Und es bleibt nicht auf eine einzige Kombination beschränkt. Den Onepage-Anschluss gibt es nicht nur für Claude, sondern auch für Assistenten wie Cursor und Codex. Weil ein Assistent mehrere solcher Verbindungen gleichzeitig nutzen kann, lassen sich Tools sogar kombinieren, zum Beispiel Onepage zusammen mit Higgsfield, um Bilder und Videos zu erzeugen und direkt in die Seite einzubauen.

So wird aus einem Assistenten, der Vorschläge macht, einer, der Dinge umsetzt. Onepage und Claude sind dafür nur ein Beispiel, wie eine solche Verbindung konkret aussehen kann.